Das Consumer Barometer 2016 - Insights aus Deutschland

Posted by Theresa Gloede on 14.03.2017 17:19:00

Smartphone-Nutzung-TrendDas "Consumer Barometer" ist ein interaktives und weltweit ausgerichtetes kostenfreies Tool, das von Google in Zusammenarbeit mit TNS Infratest entwickelt wurde. Es hilft Ihnen dabei, den vernetzten Verbraucher von heute besser zu verstehen. Das Online-Tool umfasst 45 Länder und ist in über 39 Sprachen verfügbar. Hierfür wurden in jedem Teilnehmerland mehr als 1000 Telefon- beziehungsweise Face-to-Face Interviews durchgeführt. Wir haben für Sie als Online Marketer die wichtigsten Verbrauchertrends aus Deutschland zusammengefasst und erläutern zusätzlich, wie Sie die Entwicklungen für Ihre Marketingstrategie nutzen können:

68 Prozent benutzen ein Smartphone

Etwa 25 Jahre ist es her, als IBM das erste Smartphone auf den Weltmarkt brachte. Mit dem “IBM Simon” war es möglich, E-Mails und Faxe zu versenden, einen Kalender und ein Adressbuch zu verwalten sowie Spiele zu spielen. Darüber hinaus verfügte der “IBM Simon” als erstes Gerät über einen Touchscreen. Seither ist viel passiert: laut Consumer Barometer nutzen heute knapp 70 Prozent der deutschen Verbraucher ein Smartphone. 2019 soll sich die Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland auf mehr als 55 Millionen belaufen. Das Smartphone ist kein Hype, sondern zu einem Teil unserer Gesellschaft geworden. Zu beobachten ist jedoch, dass sich auch beim Smartphone die Entwicklungszyklen immer schneller verkürzen. Zwar werden die Geräte stetig weiter entwickelt, Revolutionäres hat der Markt aber lange nicht gesehen. Vielmehr befinden sich Smartwatches und Wearables auf der Überholspur und könnten das Smartphone als Verbraucher-Must-Have irgendwann ablösen. Eine Fakt, den sich vor allem diejenigen Marketer zu Herzen nehmen sollten, die sich bislang auch kaum mit dem Thema Mobile auseinandergesetzt haben. Wie es mit der Entwicklung der Smartphone-Ära weitergeht, lesen Sie hier. 

Smartphone-Vergleich-2012Bis 2018 soll es weltweit rund 350 Millionen Nutzer von Wearables geben. Für den Marketer kann diese Entwicklung nicht nur bedeuten, dass er zukünftig seinen Content an derartige Technologien anpassen muss. Auch wird die Denke in Customer Journeys immer bedeutender. Vor allem wird von Marketern verlangt, dass sie zunehmend auf einen Omnichannel-Ansatz setzen. Weil Wearables für den Nutzer den Zweck der Selbst-Erkenntnis und Selbst-Optimierung erfüllen, liegt das zukünftige Marketingpotential jedoch vor allem darin, durch eine besonders individuelle Ansprache mit den Nutzern in Kontakt zu treten, die sich auf die spezifischen Bedürfnisse des Nutzers ausrichten. Marketer müssen an die Funktionen der Wearables andocken, indem sie einerseits durch neue Visualisierungs- und Bewertungsmöglichkeiten stets neue Anreize und Bedürfnisse schaffen. Auf der anderen Seite spielt die Förderung der Regulierung, Erweiterung und Incentivierung durch individuelle Produkt-, Service- und Dienstleistungsangebote eine wichtige Rolle. Sechs Funktionen stehen dabei im Mittelpunkt, die allesamt im Rahmen der Marketingstrategie berücksichtigt werden sollten: Visualisierung, Relativierung, Objektivierung, Regulierung, Expansion und Incentivierung.

Immer mehr Smartphonesurfer in Deutschland 

Rund 55 Prozent der Internetuser nutzen ihr mobiles Gerät mittlerweile genauso häufig zum Surfen wie ihren Laptop oder Computer. Damit ist das Smartphone 2016 das meistgenutzte Gerät für den Internetzugang und für den deutschen Verbraucher aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Anzahl der Smartphone-Nutzer ist im vergangen Jahr dabei um 4 Prozent auf 68 Prozent gestiegen. Zugegeben - diese Entwicklung ist praktisch, denn es lassen sich unterwegs viele Dinge erledigen. Für den Marketer ergeben sich daraus jedoch auch etliche Herausforderungen, wenn es um die eigene Mobile Marketingstrategie geht. Wie zum Beispiel die im Vergleich zum Desktop-User niedrigeren Aufmerksamkeitsspanne mitsamt der schnelleren Absprungrate der User. Unternehmen müssen ihre Webseiten für Mobile optimieren, ihren Content anpassen - vor allem geht es aber um folgendes: die Bedürfnisse des Kunden müssen ausfindig gemacht werden, um ihn so individuell wie möglich anzusprechen, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Eine Denke in Customer Journeys ist hier die Voraussetzung. Location-Based Marketing könnte eine Lösungsmöglichkeit bedeuten, um stets nah beim Kunden zu sein.

Menschen unter 35 nutzen mehr Smartphones als Computer

35-nutzen-SmartphonesHeute gibt es weltweit über 4 Milliarden Smartphone-Nutzer, von denen 87 Prozent ihr Handy immer griffbereit haben, um sich damit durchschnittlich 177 Minuten pro Tag zu beschäftigen. Laut des Consumer Barometers nutzen 93 Prozent der 25-34-Jährigen und sogar 96 Prozent der unter 25-Jährigen eher ein Smartphone als einen Computer. Aber wofür nutzen die Millennials (16-34 Jahre) ihr Smartphone überhaupt? Für alles - so das globale Ergebnis aus dem Consumer Barometer. Insbesondere werden Social Media Kanäle besucht (67%) nach Informationen gesucht (62%) oder mit Hilfe eines digitalen Routenplaners nach dem richtigen Weg geschaut (51%). Eine Studie von ARD/ZDF hat zudem untersucht, wofür die Deutschen als Gesamtbevölkerung ein Smartphone nutzen. Facebook und WhatsApp gehören hierbei zu den meistgenutzten Diensten. Etwa 22 Prozent verbringen täglich Zeit auf Facebook und sogar fast die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung kommuniziert täglich über den Messenger-Dienst WhatsApp. Snapchat erreicht aktuell vier Prozent tägliche Reichweite und liegt damit noch hinter Instagram mit sieben Prozent.

User gehen im Durchschnitt mit 2,8 Geräten online

Statistik-Mobile-Endgeräte

Neben dem Smartphone spielt die Verbindung mit dem Internet jedoch weiterhin über beispielsweise den Laptop oder Computer eine bedeutende Rolle. Als Multi-Device-Nutzer surfen die Deutschen vielmehr über mehrere Endgeräte im Netz. 90 Prozent lautet das Ergebnis einer durch Facebook und das Marktforschungsinstitut GfK erhobenen Studie zur Multi-Device-Nutzung. Darunter über das Smartphone, Laptop, Computer oder Tablet. Das Consumer Barometer zeigt, dass sich dieser Trend zunehmend noch verstärkt. Für den Marketer bedeutet dieser Fakt, dass ein Multichannel- oder Omnichannel-Ansatz angestrebt werden sollte, um den User anzusprechen - und kein vollständiger Fokus auf Mobile. 

Jeder ist jeden Tag online

Statistik-Online-NutzungLaut des Consumer Barometers sind die Deutschen täglich online. Seit 2012 ist die Zahl um 12 Prozent gestiegen und sie nimmt stetig zu. Das bezieht sich auf alle Altersgruppen. Hervorzuheben sind jedoch diejenigen User unter 25 Jahren: 95 Prozent verbringen mehrmals täglich Zeit im Internet. Die 35-44 Jährigen (84%), 45-54-Jährigen (67%) sowie diejenigen, die älter als 55 Jahre alt sind 46 Prozent. Wer als Marketer diese Daten für die eigene Marketingstrategie nutzen möchte, kommt heutzutage um umfassende Tracking-Tools nicht mehr herum. Unternehmen müssen ihre User, Kunden und ihr Nutzerverhalten entlang der Customer Journey kennen. Dabei kommt es zunehmend darauf an, den Kunden als Individuum und nicht als Teil einer Gruppe wahrzunehmen. Zukünftig verlangt dies eine hyper-personalisierte Ansprache. 

Während des Fernsehens sind 57 Prozent online

Statistik-Fernsehen-Online

Das Smartphone, der Computer oder das Tablet werden auch während des Fernsehens nicht weggelegt. Insbesondere nutzen die Deutschen ihren Computer (37%), kurz dahinter platziert sich das Smartphone. 80 Prozent derjenigen beschäftigen sich dabei mit etwas, was mit dem eigentlich TV-Programm nichts zu tun hat. Zum Beispiel mit dem Kauf von Flügen (71%) oder Hotels (63%) für private Zwecke oder mit Online Shopping (42%). So die Ergebnisse des Consumer Barometers. Mit steigender Tendenz finden bereits heute 65 Prozent der Besuche auf Zalando über mobile Endgeräte statt. Aus diesem Grund setzt der deutsche Versand- und Modehändler auf "Mobile First" und denkt dabei alles von mobilen Bedürfnissen aus. Während Konsumenten über die Suche nach einem konkreten Produkt meist auf der Zalando-Webseite landen, verwenden sie die App eher zur Inspiration. Auch Social Media Kanäle gelten als feste Inspirationsquelle zum Thema Online Shopping.

68 Prozent der unter 35-Jährigen suchen mobil genauso häufig nach Produkten wie am Desktop

Statistik-Produktsuche-Digital

Das Thema Mobile nimmt allgemein an Bedeutung zu. So die Ergebnisse des Consumer Barometers. Eine große Rolle spielt Mobile auch, wenn es um die eigene Produktvermarktung geht. Knapp 70 Prozent der deutschen Verbraucher unter 35 Jahren suchen via Smartphone genauso häufig nach Produkten, wie am Computer. Ein Cross-Device-Ansatz könnte aufgrunddessen für Unternehmen immer wichtiger werden. Wie sich das Thema Mobile in den vergangenen Jahren entwickelt hat und wie Sie sich als Marketer den Herausforderungen einer Mobile Strategie stellen können, lesen Sie hier.

77 Prozent der Internetuser schauen zuerst im Internet, wenn sie nach Informationen suchen

Internetnutzer-Informationen-Online

Wer sich heutzutage informieren möchte, beginnt seine Suche zunächst im Internet. Sei es über Google, Bing oder ähnliche Suchmaschinen: das World Wide Web gilt für mehr als ein Viertel der Deutschen als Informationsquelle Nummer 1. Aber nach welchen Informationen sucht der Verbraucher überhaupt? Für tiefergehende Einblicke können beispielsweise die Google-Suchergebnisse dienen. “Pokémon Go”, “UEFA Champions League 2016” und “Donald Trump” wurden in Deutschland im vergangenen Jahr am häufigsten gegoogelt. Diese weiteren Top Google-Suchergebnissen waren 2016 ganz oben im Kurs.

58 Prozent aller Internetnutzer schauen wöchentlich Online Videos auf dem Smartphone

Online Videos sind beliebt, sei es in Form von YouTube-Videos, Social Media Live-Streaming-Funktionen oder als Virtual Reality-Technologie. In Deutschland werden Online Videos insbesondere aufgrund des Unterhaltungswertes angeschaut (50%). Sie dienen aber auch zur Entspannung (31%), um Hobbys nachzugehen (23%), etwas Neues zu lernen (17%) oder um Produktinformationen zu finden (9%). Global gesehen, schaut die Altersgruppe der Millennials am häufigsten Online Videos. Sie interessieren sich dabei vor allem für How-To oder Do-it-yourself-Videos. Warum Video-Content 2017 ein Trendthema ist, erfahren Sie hier. Darüber hinaus wird auf dem Social Media Blog Buffer im Zuge umfassender Statistiken erläutert, wie Sie diese Entwicklung für Ihre Content-Strategie nutzen können

Statistik-Online-Video

 

Wenn Sie noch weitere Einblicke zu den Verbrauchertrends 2016 erhalten möchten, können Sie hier Ihre eigenen Statistiken erstellen.

Darüber hinaus bietet unser Digital Marketing Kurs die Möglichkeit, sich weiteres Wissen rundum die Digitale Transformation und Themen wie Mobile Marketing (Modul 2) anzueignen.

 

 

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