Imke de Kuijper 15.02.2021

Digital MARKETING im Umfeld neuer Apps wie Clubhouse

Clubhouse bietet interaktive Live Podcasts, die nicht aufgezeichnet werden. Disruptives Marketing ist besonders für Start-Ups ein wichtiger Begriff. Hier geht es darum, als neues Unternehmen in einer etablierten Branche Fuß zu fassen, indem das Start-Up diejenigen Kunden, die sich vernachlässigt fühlen, anzieht. Dies geht zum Beispiel durch die Nutzung neuer Technologien und Apps.

In diesem Beitrag erfährst du, wie digitale Unternehmen mit neuen Apps wie Clubhouse zu einem „Störfaktor“ werden können und so die Kunden der etablierten Konkurrenten für sich gewinnen können. Du erhältst eine Einführung in disruptives Denken für digitales Marketing und Leadership. Darauf gehen wir auch im Modul 2 unseres Squared Online Kurses noch näher ein. Zudem beschäftigen wir uns in diesem Beitrag damit, was die Hype-App Clubhouse alles bietet und wie du sie als disruptives Geschäftsmodell einsetzen kannst. Ideal für alle Rebellen und digitalen Vorreiter!

Disruptives Denken für Digitales Marketing

Im Bereich digitales Marketing ist das disruptive Denken eine richtige Superpower. Denn seit der digitalen Revolution sieht das Kaufverhalten von Kunden ganz anders aus. Das Internet hatte also eine disruptive Wirkung auf den traditionellen Geschäftsbetrieb von Marken.

Genau so eine Wirkung soll das disruptive Marketing haben. Traditionelle Modelle zur Erklärung von Kundenverhalten passen oft nicht mehr. In unserem Kurs analysieren wir verschiedene Marken, die ihre Marketingstrategien erfolgreich an diese neue Realität angepasst haben.

Momente der Entscheidung sind im digitalen Marketing ausschlaggebend. Indem du diese mit einer geschickten Disruption nutzt, kannst du deine Zielgruppe erreichen. Das ist in der komplexen digitalen Landschaft oft gar nicht so einfach!

Was ist disruptives Denken?

Disruptives Denken sorgt dafür, dass bestehende Strukturen aufgebrochen oder „gestört“ werden, sodass sie durch Neuerungen ersetzt werden können. Ein Beispiel ist Netflix, denn das Unternehmen hat die alte Geschäftspraxis des Videoverleihs unterbrochen und neue Standards geschaffen.

 

Disruptives Denken für Leadership

Wer in der Lage ist, disruptiv zu denken, wird sich mit seinem digitalen Business schnell eine spannende Position erobern. Hier geht es um die sogenannte „Leadership“. Das bedeutet, dass du den digitalen Marketing Trends für 2021 nicht einfach blind folgst, sondern selbst Trends vorgibst.

In den beiden ersten Modulen des Squared-Online-Kurses geht es darum, wie sich Führungsphilosophien im Zuge von disruptiven Techniken weiterentwickelt haben. Du lernst Techniken der Leadership und der Zusammenarbeit innerhalb einer Gruppe kennen. So gelingt es dir künftig, digitale Unternehmen mit sicherer Hand zu führen

Eine wichtige Frage dabei ist: Was ist das Ziel deines Unternehmens? Hier sind einige denkbare Ziele:

  • Die Welt zugänglicher machen (wie etwa AirBnB)
  • Gegen soziale oder wirtschaftliche Ungleichheiten kämpfen (wie etwa Lush, das sich als Kosmetikunternehmen gegen Tierversuche und gegen unnötige Chemikalien in den Produkten einsetzt)
  •  Günstige und nachhaltige Optionen anbieten (wie etwa Uber, das als Carsharing-Unternehmen dafür sorgt, dass StadtbewohnerInnen sich auch ohne eigenes Auto günstig fortbewegen können)


Das Unternehmensziel sollte einzigartig sein und genau zu der Marke passen, die du kreieren möchtest. Disruptives Marketing hilft dann dabei, der Zielgruppe zu erklären, was an deinem Unternehmen oder Start-Up anders ist. Die sogenannte Differenzierungsstrategie hilft dabei, zu etwas ganz Besonderem mit hohem Wiedererkennungswert zu werden.

 

Volvo hat mit seiner „Interception Strategy“ Schlagzeilen gemacht. Während des Superbowls 2019 lief ein Wettbewerb, der Interessierte dazu aufrief, den Hashtag #Volvocontest zu posten, wann immer eine Autowerbung zu sehen war. So setzte sich Volvo mit geringen Mitteln gegen die Konkurrenz durch.


Beachte zugleich, dass Leadership kein einfaches Thema ist. Idealerweise vertraut dir deine Zielgruppe und hilft dir dabei, einen Hype um dein Produkt oder um deinen Service zu kreieren. Aber das disruptive Geschäftsmodell lässt sich mit einer Welle vergleichen: Entweder kreiert es einen Hype oder es wendet sich gegen dich. Wer die Technik nicht korrekt einsetzt, geht unter. Wer sie jedoch meistert, kann auf der Hype-Welle reiten und sein Start-Up erfolgreich bewerben.

Neue Apps als Disruption einsetzen

Eine der besten Methoden für digitale Start-Ups, die disruptives Marketing ausprobieren möchten, sind neue Apps. Denn oft fehlt Geld und Zeit, um selbst ausführliche Kampagnen oder gar neue Technologien umzusetzen. Daher ist es clever, neue und aufregende Technologien zum eigenen Vorteil auszunutzen und sich so zum digitalen Vorreiter zu mausern.

Ein gutes Beispiel für die Nutzung innovativer Technologien ist der französische Kosmetikhersteller L’Oréal. Im Jahr 2018 machte L’Oréal sich die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz im Rahmen einer neuen App zu Nutze. KundInnen konnten ganz einfach testen, wie neue Haarfarben an ihnen aussehen würden, indem sie diese in der App ausprobierten. Eine App an sich ist keine revolutionäre Technologie, aber die Idee, Künstliche Intelligenz einzusetzen und der Zielgruppe so spielerisch verschiedene Haarfarben anzubieten, erwies sich als sehr lukrativ.

Nun ist L’Oréal zwar kein digitales Start-Up, aber du kannst einiges aus diesem Beispiel lösen. Denn die Grundidee besteht darin, eine Unsicherheit der KundInnen durch Technologie zu lösen. Überlege also, wie du mithilfe von neuen Apps und vorhandenen technologischen Möglichkeiten deinen KundInnen einen innovativen Mehrwert bieten kannst.

Fünf gute Gründe für disruptives Marketing:

  • KundInnen sprechen über disruptives Marketing, da sie sich gut daran erinnern
  • Disruptives Marketing ist oft vergleichsweise günstig
  • Du punktest mit Ehrlichkeit
  • Deine Marke bekommt ihre eigene Identität
  • Es macht Unternehmen und Zielgruppe Spaß!

 

Die Hype-App Clubhouse

Ein aktueller Hype in Deutschland ist die US-amerikanische App Clubhouse, die seit Januar 2021 in aller Munde ist. Es handelt sich um eine Social Network App, die aus dem Silicon Valley stammt. Seit dem Frühjahr 2020 ist Clubhouse in den USA erfolgreich.

Screenshot_Clubhouse-App
Clubhouse bietet interaktive Live Podcasts, die nicht aufgezeichnet werden.
Quelle: https://theconversation.com/meet-clubhouse-the-voice-only-social-media-app-setting-the-internet-abuzz-154066

Clubhouse ist eine Art Live-Podcast-App. Somit spricht sie den einzigen Sinn an, der von vielen sozialen Medien noch nicht bedient wird: das Hören. Bei Clubhouse kannst du dich in Live-Diskussionen einmischen, selbst Events organisieren oder einfach zuhören. Dabei gibt es nur Tonspur, ein Video wird nicht gestellt – angenehm in Zeiten der Zoom-Müdigkeit! Da die Gespräche nicht aufgezeichnet oder gespeichert werden, muss man bei den mobilen Expertengesprächen live dabei sein.

 

Zahlreiche InfluencerInnen, aber auch PolitikerInnen und Unternehmen sind bereits auf Clubhouse aktiv. Aktuell ist die App noch sehr exklusiv, denn man kann sie nur mit einer Einladung betreten und nutzen.

Auf Clubhouse können digitale Businesses zum Beispiel Netzwerken, Marketing betreiben und sich zu einem sogenannten Thought Leader in ihrer Nische machen. Eine kostengünstige und sehr effiziente Weise, um neue KundInnen von dir zu überzeugen!

Die oft spontanen Gespräche bei Clubhouse dienen vor allem dem sozialen und informellen Austausch. Du trittst virtuellen „Räumen“ bei und kannst zuhören, aber auch selbst mitreden. Somit handelt es sich um eine Art interaktiven Live-Podcast, der unter anderem mobile Expertentalks ermöglicht.

Typischerweise haben die Gesprächsrunden einen oder mehrere ModeratorInnen. Diese befragen ExpertInnen zu bestimmten Themen. ZuhörerInnen können live ihre Fragen stellen, indem sie für kurze Zeit mit auf das virtuelle Podium eingeladen werden.

Doch worin besteht das Suchtpotenzial von Clubhouse? Die folgenden Faktoren machen die Audio-App zu etwas ganz Neuem:

  • Fokus auf Networking
  • Spezifisches Fachwissen steht im Vordergrund
  • Bequemes, ständiges Zuhören ist möglich
  • Unkomplizierte Interaktion mit ZuhörerInnen
  • Nähe zu Prominenten und Thought Leaders
  • Nutzung des FOMO (Fear of Missing Out) Effektes, da keine Aufzeichnungen angeboten werden
  • Möglichkeit, einen eigenen Club mit Followers zu eröffnen

Clubhouse punktet also mit einer niedrigen Schwelle. Zahlreiche mögliche KundInnen tummeln sich in der App und sind an hochwertigem Content interessiert. Dies bietet digitalen Businessmodellen und neuen Tech-Start-Ups die einzigartige Möglichkeit, sich hier ein Stück vom Kuchen zu sichern und die neue App als Tool für disruptives Marketing zu nutzen.

Zugleich solltest du dir darüber bewusst sein, dass Clubhouse auch einige Nachteile bietet. Zum Beispiel ist die Exklusivität je nach Zielgruppe wenig attraktiv. Neben der nötigen Anleitung ist zur Zeit auch ein iOS-Betriebssystem nötig, um Clubhouse zu nutzen. Android-NutzerInnen sind aktuell noch nicht in der Lage, mitzureden. Somit ist Clubhouse nicht für jedes Start-Up die richtige Wahl.

In den Audio-Diskussionen ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten oder beim Thema zu bleiben. In absehbarer Zukunft wird es mehr und mehr „trolls“ geben, die sich einen Spaß daraus machen, seriöse Diskussionen zu stören und zu unterbrechen. Dabei handelt es sich jedoch nicht gerade um die gewünschte Art von Disruption!

Disruptive-Marketing-Planes

Disruptives Marketing darf nicht ins Lächerliche abrutschen, sondern sollte einen Mehrwert bieten und das Unternehmen zugleich von der Masse abheben. Quelle: https://www.bkacontent.com/3-disruptive-marketing-examples-and-why-they-work/


Auch sind immer mehr JournalistInnen bei Clubhouse unterwegs. Dies ist nicht unbedingt ein Nachteil. Jedoch solltest du trotz der informellen Atmosphäre nichts sagen, das gegen dich verwendet werden könnte. Andernfalls geht es dir schnell wie dem thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, der Angela Merkel in einer Clubhouse-Diskussion als „Merkelchen“ bezeichnete und damit für Wirbel sorgte.

Anleitung für den disruptiven Einsatz digitaler Möglichkeiten

Um die perfekte Kombination aus disruptivem Denken und neuen Apps zu erreichen, solltest du zunächst eine gute Strategie entwickeln. Am besten funktionieren Apps wie Clubhouse, wenn deine Geschäftsidee vom disruptiven Einfluss digitaler Medien profitiert.

Das bedeutet am Beispiel von Clubhouse: Wenn deine Zielgruppe aus jüngeren, internetaffinen Menschen besteht, die eventuell iOS-Geräte benutzen und mit hoher Wahrscheinlichkeit an Clubhouse interessiert sind, handelt es sich um eine gute Strategie. Wenn du an Networking und neuen Kontakten mit anderen neuen Tech-Start-Ups interessiert bist, ist Clubhouse ebenfalls eine gute Idee. Ältere Menschen oder überzeugte Android-NutzerInnen hingegen kannst du hier nicht erreichen.

Im Squared-Online-Kurse lernst du schon im Modul 1, wie du eine digitale Customer Journey erstellst. Diese hilft dabei, alle denkbaren Touchpoints zwischen deiner Marke und deiner Zielgruppe zu identifizieren. Wenn neue Apps wie Clubhouse dazugehören, hast du eine Chance, das disruptive Produkt zu deinem Vorteil zu benutzen.

Das aktuell große Potenzial der Live-Podcast-App ist besonders im Hinblick auf Networking und Zielgruppen-Kommunikation wichtig. Beobachte den Hype gut und überlege dir, wie du dein disruptives Konzept hier praktisch anwenden kannst.

Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt, wie der disruptive Einsatz digitaler Möglichkeiten gelingen kann. Dies bezieht sich nicht nur auf Clubhouse, sondern auch auf andere neue Apps wie etwa TikTok oder Instagram Reels.

Schritt 1: Gründliche Recherche

Vor der Erstellung einer Marketing-Strategie ist es essentiell, sich gut zu informieren. Überlege, in welcher Branche du aktiv werden möchtest, wer deine Zielgruppe ist und was dein Unternehmen besonders macht. Daraus entsteht dein Businessplan.

Digitale Marketing Trends und Trends in der Branche spielen eine wichtige Rolle. Um mehr darüber herauszufinden, kannst du Tools wie Think with Google und BizStats benutzen. Auch eine Marktstudie sowie ausführliche Recherche auf sozialen Medien sind hilfreich, um Nischen und Marktlücken zu erkennen.

Wenn du eine gute Idee hast, solltest du dich direkt in die Zielgruppe hineinversetzen. Indem du sogenannte Personas kreierst, ist es einfacher, herauszufinden, wo die Wünsche und Hoffnungen deiner Zielgruppe liegen. Scheue nicht davor zurück, direkt mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten. Diese Strategie, die zum Beispiel LEGO im Rahmen der LEGO Ideas Community umsetzt, bildet wertvolle Beziehungen zur Kundschaft und bringt zahlreiche Ideen.

Schritt 2: Transparente und ehrliche Kommunikation

Kommunikation ist für Unternehmen und Start-Ups heutzutage wichtiger als je zuvor. Denn inzwischen sind es KonsumentInnen, die viel mehr als ProduzentInnen entscheiden, was sie eigentlich brauchen und kaufen möchten. Das Internet erlaubt es, jedes Unternehmen zu durchleuchten und die Kaufentscheidung auf Basis dieser Informationen zu treffen.

Mache dir daher bewusst, dass du es mit einer sehr sozialen und skeptischen Zielgruppe zu tun hast. Anstatt also einfach Nachrichten in die Welt zu setzen und auf Vertrauen zu treffen, ist es wichtig, sorgfältig eine Affinität zur eigenen Marke aufzubauen. Das geht am besten durch transparente und ehrliche Kommunikation.

Hier spielt das disruptive Denken wieder eine große Rolle. Denn dabei handelt es sich um ehrliche Kommunikation, die die Werte der Zielgruppe widerspiegelt. Indem du beispielsweise auf Clubhouse Mehrwert bietest, Blicke hinter die Kulissen erlaubst und dich kritischen Fragen der Zielgruppe stellst, bietest du maximal transparente und ehrliche Kommunikation, die KundInnen sehr zu schätzen wissen.
 

Schritt 3: Sinnvollen Mehrwert bieten

Die überwältigend große Anzahl an Unternehmen und digitalen Start-Ups bedeutet, dass es schwieriger ist als je zuvor, aus der Masse hervorzustechen. Zugleich sollten junge Unternehmen der Versuchung widerstehen, allein um der Einzigartigkeit willen disruptive Techniken anzuwenden.

Viel wichtiger ist es, einen Mehrwert anzubieten. Dieser sollte einzigartig sein, dich von der Konkurrenz abheben und idealerweise etwas Neues enthalten, das so noch nie da war. Nur, wer seine Zielgruppe in- und auswendig kennt, kann eine entsprechende Strategie entwickeln.

Example-Disruptive-Marketing
Nike setzt auf provokante Slogans im Rahmen einer disruptiven Marketing-Strategie, die durch Ehrlichkeit punktet. Quelle: https://fabrikbrands.com/disruptive-marketing-techniques/


Schritt 4: Eine klare Position

Marketing ist ein langfristiges Unterfangen. Schon von den ersten Strategien an solltest du eine klare Position beziehen, die die grundsätzlichen Ideale und Werte deines Unternehmens zeigt. Der einfachste Weg, dies zu erreichen, besteht darin, Werte und Ideale der Zielgruppe widerzuspiegeln.

Wenn du beispielsweise ein Start-Up hast, das hippe Schuhe aus alten Reifen herstellt und bei jedem Kauf ein Paar Schuhe an Menschen in ärmeren Ländern spendest, sind deine Werte eindeutig zu identifizieren. Deine Zielgruppe besteht aus Personen, die gern etwas Gutes tun möchten, dabei aber zugleich Wert auf einen modernen Look legen.

In deinem Marketing ist es wichtig, genau diese zugrundeliegenden Werte anzusprechen. Disruptive Slogans wie „Ein Paar Füße, zwei Paar Schuhe“ oder „Auch alte Reifen können modern sein“ spiegeln dies gut wider. 

Als Nächstes geht es daran, zu überlegen, wie du mithilfe von neuen Apps dieses disruptive Denken verbreiten kannst. Seien es innovative TikTok-Videos oder Clubhouse-Interviews mit Menschen, die ein Paar der gespendeten Schuhe erhalten haben, solange du deine klare Position bei behältst, kannst du sehr kreativ werden. 

Schritt 5: Bleib dir selbst treu

Beim disruptiven Marketing besteht stets die Versuchung, Aufmerksamkeit und Wirbel zu erzeugen, wobei die Werte und Grundlagen des Unternehmens schnell verloren gehen. Anstatt also Hals über Kopf einen interaktiven Podcast bei Clubhouse zu organisieren, solltest du dich auf deine Strategie und deinen Businessplan besinnen.

Denn selbst, wenn du nach einer erfolgreichen disruptiven Kampagne viele neue Follower bekommen hast, werden diese weiterhin Mehrwert und eine klare Brand-Message erwarten. Das Schlüsselwort ist Konsistenz, denn nur so werden KundInnen langfristig in deine Marke vertrauen.

Tipps für den Einsatz von Clubhouse für digitale Businesses

Erste Erfahrungen mit Clubhouse zeigen schnell, dass viele der SprecherInnen zwischen 30 und 40 Jahren alt sind, mit großem Allgemeinwissen, Fachwissen und einer angenehmen Sprechstimme überzeugen und so einen angenehmen Gegenpol zu einer Vielzahl an  unrealistischen Instagram-Bildern anbieten.

Doch wie kannst du dir die Eigenarten von Clubhouse zu Nutzen machen? Hier haben wir einige Tipps gesammelt:

  • Know-How anbieten und beispielsweise über aktuelle Nachrichten und Trends berichten
  • Den KundInnen Kontakt zum Unternehmen ermöglichen
  • Mit Stars der Branche, InfluencerInnen oder anderen Persönlichkeiten sprechen
  • Vernetzungs-Events organisieren
  • Feedback zu Produkten erhalten
  • Impromptu-Fokusgruppen organisieren

Damit all dies gut funktioniert, solltest du die Präsenz deines Unternehmens bei Clubhouse gut bewerben. Dies geht durch Follower bei Clubhouse selbst, aber auch durch die intelligente Nutzung anderer sozialen Medien.

Ein großer Vorteil an Clubhouse besteht darin, dass das Betreten eines Clubs dazu führt, dass alle Follower darüber eine Benachrichtigung bekommen. Wenn also mehrere Personen deinen Live-Podcast besuchen, bekommen all deren Follower ebenfalls Bescheid. So kannst du schnell viele ZuhörerInnen erzielen. 

Damit während des Talks alles gut läuft, solltest du dir ein Grundgerüst überlegen. Wer moderiert, wer achtet auf den Ablauf und die Zeit, und wer kümmert sich darum, die ZuhörerInnen zum Podium zuzulassen und wieder zu entfernen? 

Sei grundsätzlich auf alles vorbereitet: Vielleicht gibt es gar keine Fragen. Vielleicht kommt niemand. Und vielleicht kommt ein*e InfluencerIn dazu und der Club Room platzt aus allen Nähten. Indem du in einem separaten Chat mit deinem Team kommunizierst, kannst du schnell reagieren.

Noch ein Tipp:

Typischerweise dauern die Clubhouse Talks etwa eine Stunde. Diese Länge darf auch über- oder unterschritten werden. Da viele ZuhörerInnen spontan dazustoßen, solltest du sie immer wieder abholen, indem du das Thema erwähnst oder auf den roten Faden des Gesprächs verweist.


Fazit: Mut zur Störung

Disruptives Marketing ist eine wichtige Technik, mit der du dein digitales Businessmodell von der Masse abheben kannst. Jedoch ist es wichtig, sich zunächst mit einer guten Strategie vorzubereiten, bevor der erste mobile Expertentalk oder das erste Video live geht.

Neue Apps wie Clubhouse oder TikTok helfen dabei, disruptive Ideen zu verbreiten und den KundInnen einen echten Mehrwert anzubieten. Du solltest nicht nur deshalb zum digitalen Vorreiter werden, nur weil es ein Hype ist. Im Gegenteil: Kreiere deinen eigenen Hype, indem du deiner Zielgruppe etwas Neues, noch nie Dagewesenes anbietest und zugleich deinen Werten treu bleibst.

Clubhouse ist eine noch ganz neue Social App aus den USA, die in Deutschland erst seit Januar 2021 angekommen ist. Somit handelt es sich um eine gute Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben und die Zielgruppe mit einem Wow-Faktor zu überzeugen. Aber denk immer dran, das Zuhören nicht zu vergessen!

Das Thema Digital Marketing Trends und disruptive Geschäftsmodelle sind Teil der ersten beiden Module von Squared Online. Falls du Interesse daran hast mehr zu diesen Themen zu lernen, dann sieh dir doch einmal unsere Kursbroschüre an!