New Work: 8 flexible Arbeitsmodelle und ihre Vorteile

Posted by Annika Gelpke on 13.04.2018 20:01:17

Die Art und Weise wie wir arbeiten, verändert sich durch die digitale Transformation zunehmend. Individuelle Bedürfnisse spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Wir stellen Ihnen im Folgenden 8 flexible Arbeitsmodelle vor, die auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gleichermaßen Vorteile haben.

Eine grafische Darstellung eines Mannes, der im Wohnzimmer sitzt und online mit seinem virtuellen Team kommuniziert. Caption: Flexible Arbeitsmodelle und das Arbeiten in virtuellen Teams werden durch die Digitale Transformation immer wichtiger.

Digital Workplace als Wegbereiter für die digitale Transformation

Die digitale Transformation verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten und welche Anforderungen wir an unsere Arbeit stellen. Der Fokus liegt nicht mehr allein auf dem Gehalt – eine ausgeglichene Work-Life-Balance und die persönliche Weiterentwicklung auf beruflicher und persönlicher Ebene spielen mittlerweile eine immer wichtigere Rolle. Bei Arbeitsprozessen, die virtuell ablaufen, bieten sich flexible Arbeitsmodelle besonders an, um auf die neuen Bedürfnisse des New Workers einzugehen und dabei Berufs- und Privatleben besser zu vereinen. Für das zukünftige Arbeiten wird es immer wichtiger werden, alte Strukturen zu verändern und Raum für neue Arbeitsmodelle zu schaffen. Das Internet ermöglicht es, von überall auf der Welt in virtuellen Teams zu arbeiten. Das Einführen und Nutzen von flexiblen Arbeitsmodellen ist deshalb nur eine logische Konsequenz. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die Vorteile flexibler Arbeitsmodelle.

1. Arbeitsmodell: Home Office

Laut einer Studie der Initiative D21 arbeiten bisher 16 Prozent der Deutschen zumindest gelegentlich im Home Office. Die Bitkom-Studie zeigt, dass 51 Prozent der Unternehmen davon ausgehen, dass diese Zahl in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Momentan bieten 39 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern das Home Office-Modell an.

Neben Teilzeit und Gleitzeit ist das vertrauensbasierte Modell zunehmend interessant. Meist gibt es eine Regelung, dass feste Tage im Home Office gearbeitet werden oder der Mitarbeiter nutzt ab und an die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten.

Warum ist es empfehlenswert, im Home Office zu arbeiten?

Im Home Office können Sie Ihre Arbeitszeit freier einteilen und es lässt sich konzentrierter arbeiten. Denn Gespräche im Büro oder Zwischenfragen von Kollegen lenken nicht ab. Meetings und die Abstimmung mit Kollegen erfolgen dann zum Beispiel per Telefon, Skype, Google Hangouts oder E-Mail.

Damit dieses Modell erfolgreich funktioniert, sind allerdings Vertrauen aufseiten des Unternehmens und die Zuverlässigkeit und Transparenz der Mitarbeiter wichtig. Die Verantwortung, Aufgaben erfolgreich zu erledigen und Timings einzuhalten, liegt bei den Mitarbeitern, auch wenn sie nicht im Büro präsent sind. Das Modell bietet sich für alle an, die ab und an Ruhe brauchen, um ihre Arbeit produktiv zu erledigen.

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie produktiv im Home Office arbeiten wollen:

  • Selbstorganisation ist das A und O: Sie arbeiten zwar von zu Hause aus - das heißt aber nicht, dass Sie den Tag wie am Wochende verbringen. Überlegen Sie sich vorher, wann Sie anfangen müssen und setzen Sie sich klare Ziele für den Arbeitstag. Lassen Sie sich nicht von Dingen, die Sie normalerweise zu Hause erledigen, ablenken.
  • Planen Sie Ihre Aufgaben und versuchen Sie, diesen Plan einzuhalten. Nutzen Sie die Struktur, um produktiv und ohne Stress zu arbeiten.
  • Damit Sie im Home Office keine Überstunden ansammeln oder deutlich gestresster sind, sollten Sie den Feierabend aktiv einläuten: Schalten Sie den Laptop aus und checken E-Mails erst wieder am nächsten Tag.

2. Arbeitsmodell: Remote Work

Eine weiterentwickelte Form des Home Offices ist das flexible Arbeitsmodell Remote work. Hierbei arbeiten Mitarbeiter hundert Prozent in virtuellen Teams, der Arbeitgeber fordert keine Präsenzzeit im Büro. Dieses Modell fördert die Möglichkeit, internationale Teams zusammenzustellen, die zeit- und ortsunabhängig miteinander arbeiten können. Unternehmen haben dadurch die Chance, die besten Mitarbeiter weltweit zu finden, zusammenzubringen und in einem virtuellen Team zu führen. Durch die Vernetzung auf internationaler Ebene können zudem neue Sichtweisen, Ansätze und Wissen aus der ganzen Welt effektiver entdeckt und genutzt werden.

Das flexible Arbeitsmodell Remote Work ist besonders für Menschen geeignet, die gerne unterwegs sind und sich nicht auf einen Arbeitsort festlegen wollen. So hat sich Remote Work in den letzten Jahren z. B. als Trend unter Reisenden etabliert. Aber auch für Eltern, die Berufs- und Familienleben besser vereinbaren wollen oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die nicht täglich in ein Büro fahren können, bietet sich dieses Modell an. Genau wie beim Home Office ist es wichtig, sich selbst organisieren zu können und aktiv Feierabend zu machen. Denn nur so gelingt die zufriedenstellende Work-Life-Balance.

Was ist zu beachten, wenn man als Remote Worker tätig sein möchte?

Zum einen können Sie aktiv nach Unternehmen suchen, die dieses flexible Arbeitsmodell anbieten. Da immer mehr Unternehmen dem Arbeitsmodell gegenüber offen eingestellt sind, kann das aktive Zugehen auf Ihren Arbeitgeber außerdem lohnenswert sein, wenn Sie sich dazu entschlossen haben, als Remote Worker tätig zu werden. Eine Liste der beliebtesten Unternehmen, die Remote Work unterstützen hat z. B. Forbes erstellt.

Zum anderen gibt es die Möglichkeit, sich per Newsletter oder auf Online-Plattformen über neueste Remote Jobs zu informieren oder Remote Work organisiert auszuprobieren.

Hier finden Sie unsere Top 6 Remote Work Anbieter zur Inspiration:

  • Remotive: Ein Newsletter mit den neuesten Remote Jobs.
  • Remote Year: 4-12 Monate Arbeiten und Reisen, ganz nach dem Remote Work-Modell.
  • Flexjobs: Eine Plattform, bei der Sie nach Ihren individuellen Wünschen passende Remote Jobs finden können.
  • Working Nomads: Hier finden Sie ausgeschriebene Remote Jobs.
  • We work remotely: Eine Jobbörse für aktuelle Remote Jobs.
  • Remote.co: Remote Work-Tipps und Stellenangebote

3. Arbeitsmodell: Arbeiten im Coworking Space

Wie die flexiblen Arbeitsmodelle Home Office und Remote Work zeigen, ist das Arbeitsumfeld wichtig, um produktiv und erfolgreich arbeiten zu können. Die Grundidee der Gemeinschaftsbüros, sogenannte Coworking Spaces, ist produktives Arbeiten in einer kreativen Atmosphäre. Denn mit Co-Working ist nicht nur räumliche Zusammenarbeit gemeint, sondern auch geistige. Ein Coworking Space ist ein Ort, der sowohl konzentriertes Schaffen als auch anregenden Austauch in einer entspannten und kreativen Arbeitsatmospähre ermöglicht. Zudem haben sie den Vorteil, dass sie neben einer guten Ausstattung vor allem das Netzwerken im Zuge einer Community fördern. Gerade deshalb werden sie als Arbeitsort immer beliebter. Insbesondere unter Individualisten, in der Startup-Szene, unter Kreativen und Freelancern.

Das Prinzip ist einfach: Ein Coworking Space Anbieter vermietet einzelne Arbeitsplätze oder Büroräume auf Jahres- oder Monatsbasis und sogar täglich an Menschen, die im Coworking Space in einer entspannten Atmosphäre arbeiten möchten. Ein Coworking Space bietet häufig offene Arbeitsflächen mit Einzelarbeitsplätzen, Büro- und Meetingräumen an. Außerdem fördern offene Räumlichkeiten sowie Events den Austausch und das Netzwerken in der Community. Während es im Jahr 2012 weltweit nur knapp über 2.000 Coworking Spaces gab, sind es heute bereits mehr als 13.800, die als internationale Coworking "Ketten" über den Globus verteilt sind. Wir stellen die beliebtesten Coworking Spaces vor:

Empfehlenswerte Coworking Spaces mit mehreren Standorten in Deutschland:

  • Der in Tel-Aviv gegründete Coworking Anbieter Mindspace bietet offene Arbeitsbereiche, Einzelbüros, Meetingräume und offene Bereiche zum Rückzug und Austausch an. Neben einem 24/7 Zugang gibt es Kaffeebars sowie etliche Branchen- und Community Events. Standorte gibt es in Berlin, Frankfurt, München und Hamburg. Mindspace hat außerdem internationale Standorte in London und San Francisco.
  • Das amerikanische Coworking Unternehmen WeWork ist weltweit in 65 Städten vertreten. Darunter in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt. Die Bereiche sind von Künstlern, Designern und Ingenieuren gestaltet, um eine gemütliche Arbeitsatmosphäre zu erschaffen. Telefonkabinen oder Brainstorming-Räume fördern Konzentration und Kreativität. Ein Empfangsservice und Events zum Networken runden das Coworking Feeling ab.
  • Das Betahaus in Berlin und Hamburg gehört laut einer Umfrage von Twago bei Freiberuflern und Start-Ups zu den 10 beliebtesten Coworking Spaces in Deutschland. Faktoren wie Ausstattung, Atmosphäre und das Miteinander vor Ort sind dabei entscheidend. Beim Betahaus gibt es ebenfalls Events zum Networken, unterschiedliche Räume zum Arbeiten und die Möglichkeit, Coworking Spaces der Betahaus-Partner auf der ganzen Welt zu nutzen.

4. Arbeitsmodell: Job Sharing

Das flexible Arbeitsmodell Job Sharing, zu deutsch Arbeitsplatzteilung, bedeutet, dass sich mindestens zwei Personen eine Vollzeitstelle im Unternehmen teilen. Unternehmen wie z. B. die Deutsche Bahn oder Beiersdorf haben das Job-Sharing-Modell bereits eingeführt. Lesen Sie hier Interviews mit Menschen, die Job Sharing bereits ausprobieren.

Folgende Varianten des Job Sharings gibt es:

  • Job Splitting: Hierbei teilen sich zwei oder mehrere Arbeitnehmer eine Vollzeitstelle. Sie haben dementsprechend sehr ähnliche Aufgabenbereiche, arbeiten allerdings an unterschiedlichen Tagen und sind unabhängig voneinander. Die Organisation der anfallenden Aufgaben und die Aufteilung der Arbeitszeit übernehmen die beiden Job Splitting Partner.
  • Job Pairing: Etwas enger arbeiten zwei Arbeitnehmer beim Job Pairing zusammen. Sie teilen sich ebenfalls eine Vollzeitstelle, arbeiten aber dabei miteinander. Die Sharing-Partner haben in gleicherweise Verantwortung für gemeinsame Projekte, stimmen sich kontinuierlich ab und treffen wichtige Entscheidungen gemeinsam. Eine gut funktionierende Teamarbeit ist bei diesem flexiblen Arbeitsmodell besonders wichtig.

Für Arbeitnehmer bietet Job Sharing viele Vorteile:

  • Eine zufriedenstellende Work-Life-Balance
  • Es erleichtert z. B. die Möglichkeit, sich weiterzubilden – in einem Teilzeitstudium oder mit Online-Kursen, um bestimmte Themenfelder zu vertiefen
  • Weniger Stress, da anstehende Aufgaben in der Abwesenheit vom Job-Sharing-Partner übernommen werden
  • Lerneffekt durch ergänzendes Wissen und Fähigkeiten des Partners
  • Mehr Zeit für soziales Engagement oder persönliche Interessen
  • Wichtige Kompetenzen wie Organisations- und Kommunikationsfähigkeit sowie Zeitmanagement werden gefördert

Auch für Arbeitgeber kann es von Vorteil sein, den Mitarbeitern ein Jobsharing-Modell anzubieten:

  • Das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse stärkt die Mitarbeiterbindung und Attraktivität des Unternehmens
  • Bei Krankheit oder Kündigung geht kaum Wissen verloren, die anstehende Arbeit wird besser aufgefangen
  • Doppelter Input und Problemlösungsansätze pro Vollzeitstelle
  • Arbeiten mit größerer Sorgfalt aufgrund des Vier-Augen-Prinzips
  • Unbeliebte Aufgaben können aufgeteilt werden oder werden sogar gerne vom Sharing-Partner übernommen

5. Arbeitsmodell: 4-Tage Woche

Die übliche Arbeitszeit beträgt bei Vollzeitjobs 40 Stunden bei 5 Arbeitstagen. Mittlerweile gibt es viele Befürworter der 4-Tage-Woche, unter anderem in Schweden, Frankreich und den USA. Unternehmen wie z. B. Amazon, Treehouse oder Basecamp haben dieses flexible Arbeitsmodell schon etabliert. Der Fokus liegt dort bereits darauf, Mitarbeitern Freiraum bezüglich ihrer Arbeit zu ermöglichen. Denn das kann z. B. Krankheit, Unzufriedenheit und hoher Fluktuation durch Überlastung entgegen wirken.

Schwedens nationale Businesskultur zeigt fortschrittlich, wie das Arbeiten in der Zukunft aussehen könnte:

  • Du-Ansprache auf allen Ebenen
  • Fokus auf den Dingen, die erledigt werden müssen, vertrauensbasierte Arbeit
  • Weniger strenge Hierarchien, Führungskraft und Arbeitnehmer stehen in engem Kontakt
  • Mehrmals tägliche, kleine Pausen (“Fika”): Kaffeepause, persönlicher Austausch mit den Kollegen, Zeit, um den Kopf freizubekommen.

Die 4-Tage-Woche ist eine Möglichkeit für Arbeitnehmer, ihre Aufgaben auch in kürzerer Zeit zu erledigen und dafür einen Tag mehr pro Woche frei zu haben. Mögliche Modelle für eine 4-Tage-Woche sind zum Beispiel eine 32-Stunden-Woche mit entsprechend angepasstem Gehalt oder eine 40-Stunden-Woche auf vier Tage verteilt – dann mit dem gleichen Verdienst.

Den zusätzlichen freien Tag können Arbeitnehmer dazu nutzen, ihre eigenen Projekte in Angriff zu nehmen oder um persönliche Interessen zu vertiefen. Wie z. B.:

  • Eine ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen
  • Weiterbildungsangebote nutzen, z.B. um eine neue Sprache zu lernen oder bestimmte Themen zu vertiefen
  • Sich mehr Zeit für Kinder und Familie nehmen
  • Die zusätzliche Zeit für Sport oder Reisen nutzen

Die Vorteile einer 4-Tage-Woche für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind u. a.:

  • Eine höhere Produktivität
  • Weniger Stress und dadurch eine bessere mentale und körperliche Gesundheit
  • Kosteneinsparungen bei einer 32-Stunden-Woche, z. B. für Kinderbetreuung, Instandhaltung, Gehälter
  • Eine Möglichkeit, um unterschiedlich lange Arbeitszeiten bei den Mitarbeitern auszugleichen

6. Arbeitsmodell: An Ergebnissen orientierte Vertrauensarbeitszeit

Ein ähnliches Konzept wie die 4-Tage-Woche verfolgt auch das flexible Arbeitsmodell Vertrauensarbeitszeit (functioning time). Hierbei werden vorher Ziele und Aufgaben festgelegt und keine festen Arbeitszeiten definiert. Im Vordergrund stehen die Produktivität und die Ergebnisse des Mitarbeiters – nicht die anwesende Bürozeit. Da Menschen unterschiedlich arbeiten und für einige Aufgaben mehr Zeit brauchen als für andere, ist es naheliegend, diesen Ansatz zu verfolgen. Denn eines ist klar: Zeit hat noch nie zwangsläufig die Produktivität widergespiegelt. Dieses Modell ist somit für alle geeignet, die ihre Arbeit machen, um Ergebnisse zu erzielen und nicht, um hauptsächlich Zeit im Büro zu verbringen.

Vorteile von Vertrauensarbeitszeit:

  • Der Fokus liegt auf der Arbeit und den zu erledigenden Aufgaben und nicht auf der Zeit, die im Büro verbracht wird
  • Die Organisation des Teams hat einen hohen Stellenwert
  • Hundert Prozent eigenverantwortliches Arbeiten mit viel Vertrauen
  • Der Mitarbeiter zeigt mit zufriedenstellenden Ergebnissen, dass er seinen Job gut macht
  • Auch für Unternehmen ist diese Flexibilität von Vorteil, bestärkt es doch genau das, was entscheidend ist: der Output, der das Unternehmen voranbringt

7. Arbeitsmodell: Sabbatical

Das flexible Arbeitsmodell Sabbatical, auf deutsch auch als Sabbatjahr oder Langzeiturlaub bekannt, ist eine Möglichkeit, um lange Zeit am Stück frei zu haben. Die Zeit könnten Sie zum Beispiel zum Reisen nutzen – mit weiterem Gehalt und der Aussicht, danach weiter bei dem Unternehmen arbeiten zu können. Die Auszeit vom Job kann je nach Absprache mehrere Monate oder bis zu einem Jahr dauern. Die Idee des Sabbaticals stammt aus den USA, der Begriff ist jedoch vom jüdischen Sabbat inspiriert – der siebte Wochentag, an dem laut Tora geruht und nicht gearbeitet werden soll.

Sabbaticals sind besonders für Menschen geeignet, die eine längere Auszeit brauchen, entweder, weil die Arbeit sehr stressig war oder aber, um neue Eindrücke zu sammeln und positiv gestimmt aus dem Sabbatical zurückzukommen. Ein Sabbatical kann auch eine Chance sein, um Probleme mit einer neuen Sichtweise betrachten und lösen zu können.

So bekommen Sie im Sabbatical weiterhin Gehalt

Um beim Sabbatical weiterhin Gehalt ausgezahlt zu bekommen, können Sie vereinbaren, dass Ihnen in den Monaten davor nur die Hälfte des Gehalts ausgezahlt wird, so bekommen Sie dann im Sabbatical monatlich das Restgehalt. Die Versicherungen laufen ebenfalls weiter über den Arbeitgeber.

8. Arbeitsmodell: Unbegrenzter Urlaub

Das abschließende flexible Arbeitsmodell unbegrenzter Urlaub gibt dem Arbeitnehmer die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie viel Urlaub er benötigt. Unternehmen wie z. B. Netflix, LinkedIn oder Virgin Group bieten ihren Mitarbeitern den unbegrenzten Urlaub an.

Gegenseitiger Respekt und Vertrauen sind die Grundlage für dieses Modell. Es eignet sich besonders für Unternehmen, bei denen die Produktivität einfach gemessen werden kann und die Mitarbeiter ihre Zeit selbst strukturieren können. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Angebot ausgenutzt werden könnte, ist eher gering. Schließlich arbeiten viele im Team und fühlen sich ihren Kollegen gegenüber verpflichtet. Wichtig ist, dass im Unternehmen kein so hoher Druck untereinander herrscht, sodass deshalb niemand Urlaub nimmt.

Unser Tipp: Planen Sie einige Urlaubstage am besten schon etwas weiter im Voraus, buchen Sie einen Flug – so haben Sie auf jeden Fall frei, ohne dass kurzfristige Termine Sie davon abhalten. Andere Urlaubstage nehmen Sie spontan, so nutzen Sie den unbegrenzten Urlaub optimal aus. 


Fazit

Einige Unternehmen haben bereits heute verstanden, wie wir in Zukunft arbeiten wollen: Den Mitarbeitern mehr Freiraum bezüglich der Wahl ihrer Arbeitszeit und ihres -ortes zu geben, ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Denn zukünftig wird es immer wichtiger werden, dass Unternehmen auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen und flexible Arbeitsmodelle anbieten. Auf diese Weise kann jeder für sich selbst herausfinden, welche Arbeitsweise am effektivsten und zufriedenstellendsten ist. Vor allem sollten Zufriedenheit, Vertrauen und Wertschätzung der Mitarbeiter erhöht werden, um auch langfristig als Arbeitgeber interessant zu sein. So können zukünftig die höchste Produktivität und der größte Erfolg für das Unternehmen ermöglicht werden.

Topics: Digital Leadership, Digitale Transformation