Imke de Kuijper 19.08.21

Top 10 of Content: Welches Format passt am besten zum Inhalt?

Du möchtest deine KundInnen tiefergehend über ein wichtiges Thema informieren? Du fragst dich, wie du Mehrwert verbreiten kannst? Qualitativ hochwertige Content-Formate sind die richtige Antwort. Doch es ist nicht immer leicht, das passende Format zu finden. Daher erhältst du in diesem Beitrag eine Übersicht der aktuellen Top 10 Content-Formate.

 

Du erfährst, worum es sich bei den Formaten jeweils genau handelt, wie viel Aufwand und Ressourcen sie mit sich bringen, und wie sie zu deiner Strategie passen. Dabei gehen wir sowohl auf die Suchmaschinenoptimierung als auch auf den Zweck der jeweiligen Nachricht ein. So gelingt es dir, deine KundInnen von deinem Content zu begeistern.

Wichtige Überlegungen bei der Wahl des Content-Formats

Bevor wir dir die Top 10 of Content vorstellen, gibt es ein paar wichtige Überlegungen, die du anstellen solltest. Als Erstes ist hier die Zielgruppe zu bedenken: An wen richtest du dich mit deinen Inhalten, und was möchtest du sagen? Wie soll die Zielgruppe reagieren?

 

Als Nächstes solltest du den Zweck oder Purpose der Nachricht, die du sendest, genau unter die Lupe nehmen. Geht es dir darum, Vertrauen aufzubauen, indem du Mehrwert bietest? Möchtest du deine KundInnen zum Kauf motivieren? Oder positionierst du dich als weltoffene Marke, indem du aktuelle Forschungsergebnisse teilst?

 

Das passende Format sollte sowohl zu deiner Zielgruppe als auch zu der Nachricht passen. Darüber hinaus ist es wichtig, ein Format zu wählen, das im Einklang mit deiner Marke ist. Experimente sind gern gesehen, sollten aber einem roten Faden folgen. Das bedeutet zum Beispiel, dass Unternehmen, die Video-Marketing anbieten, keine Podcasts schalten sollten, sondern sich besser auf Video-Content konzentrieren.

 

Überlege auch, welche digitalen Content-Trends in diesem Jahr prägend sind und waren. Dies hilft dabei, ein Content-Format auszuwählen. Wenn du ein neues Format wie zum Beispiel Clubhouse ausprobieren möchtest, solltest du offen vorgehen und den Input deiner Zielgruppe berücksichtigen. Denke daran, die KundInnen immer in den Mittelpunkt zu stellen. Im Zweifelsfall kannst du sie einfach auf sozialen Medien fragen, welches Content-Format sie bevorzugen würden.

 

Top 10 Content-Formate

Nun gehen wir auf 10 beliebte Content-Formate ein, die im Jahr 2021 mitten im Trend liegen. Aber darüber hinaus gibt es weitere Optionen, die eventuell für dich infrage kommen. Gehe daher strategisch vor und analysiere mithilfe von Statistiken, welches Content-Format bei deinen KundInnen am besten vorkommt.

 

#1: Video

Videos sind seit Jahren eines der beliebtesten Content-Formate. Spätestens, seitdem Instagram im Jahr 2020 die Reels eingeführt und TikTok eine beeindruckende Erfolgsgeschichte abgeliefert hat, steht fest, dass Videos bei NutzerInnen hervorragend ankommen. Auch die Zahlen belegen dies: Videos können Webseitenbesuche über Suchmaschinen um bis zu 157% erhöhen und 90% der KundInnen lassen sich von Videos zum Kauf überzeugen

 

Das Bewegtbild hat den Vorteil, gleich mehrere Sinne anzusprechen und komplexe Sachverhalte zu zeigen, statt sie umständlich zu erklären. Außerdem kannst du per Video interessante Einblicke in dein Unternehmen geben, Interviews mit deinem Team zeigen oder ein ganzes Unternehmensporträt darstellen. Auch Erklärvideos sind eine hervorragende Möglichkeit, die Möglichkeiten von Videos zu nutzen.

 

Beachte allerdings, dass für die Erstellung von Videos umfassende Kenntnisse wichtig sind. Du brauchst hochwertige Technik. Selbst Video-Blogs oder Vlogs, die mit dem Smartphone aufgenommen werden, erfordern viel Planung. Daher entscheiden sich zahlreiche Unternehmen dazu, die Erstellung von Videos an Experten zu übergeben und dafür zu bezahlen.

 

Hier siehst du, wie du deinen Video-Content auf einer Plattform wie YouTube am besten präsentierst. Quelle: Video Influencers/How to Start and Grow Your YouTube Channel from Zero — 7 Tips

 

#2: Infografik

Infografiken sind eine günstige Alternative zu Videos. Sie ermöglichen es, komplexe Sachverhalte optisch zu erklären. Dabei sind sie oft ästhetisch designt und teils sogar lustig. Entsprechend brauchen sie Zeit, und zwar sowohl für das Design als auch für die Recherche. Sie müssen übersichtlich, eindeutig und faktisch korrekt sein.

 

Mit einer Infografik bietest du Mehrwert und erklärst eine Funktionsweise, einen Zusammenhang, eine Kausalkette oder auch den Zusammenbau deines Produktes. Statistiken und andere Zahlen lassen sich hier besonders gut verpacken – ideal für soziale Medien!

 

Infografik_Biene_CreativeCommons

Diese Infografik zeigt wichtige Zusammenhänge und Statistiken rund um die Biene. Sie ist zugleich interessant und ästhetisch. Quelle: https://www.flickr.com/photos/global2000/41187673490 (CC BY-SA 2.0)

 

#3 Podcast

Bei den zahlreichen visuellen Angebote, die sich auf sozialen Medien wie Instagram und YouTube häufen, möchten manche gelegentlich einmal abschalten. Hier sind Podcasts ein optimales Content-Format. Sie erlauben es, sich auf Wunsch mit geschlossenen Augen ganz auf ein Thema zu konzentrieren. Alternativ können sie auch im Hintergrund laufen.

 

Für deine Marke bedeutet das, dass Podcasts einen logistischen Mehrwert für KundInnen, die vielleicht von sozialen Medien erschöpft sind, bieten können. Zudem eignet sich das Audioformat bestens, um ExpertInnen-Interviews, eine eigene Serie oder regelmäßige Mini-Tipps für KundInnen aufzunehmen.

 

#4 Anleitung / How-to

Einen Mehrwert erzeugst du auch über Anleitungen oder „How-tos“ für deine Kundschaft. Diese Dokumente können verschiedene Formen annehmen. Meist handelt es sich um Blogposts mit einem knackigen Titel wie „In fünf Schritten zur eigenen Website“. Diesen Content kannst du sehr gut auf anderen Plattformen wie sozialen Medien wiederverwerten.

 

Auch ausführliche Whitepaper sind als Anleitung denkbar. Diese PDF-Dokumente erfordern mehr Aufwand in der Erstellung, bieten dafür aber auch viele konzeptionelle und strategische Punkte und somit einen hohen Mehrwert.

 

#5 Studie / Umfrage

Viele KundInnen finden es spannend, zu hören, was andere Menschen denken. Indem du Studien anbietest oder Umfragen durchführst, kannst du hier Licht ins Dunkle bringen. Dies hilft auch deiner Marke, da du schnell siehst, welche Trends es gibt, was erfolgreich ist und wo noch Potenzial besteht.

 

Studien lassen sich etwa auf der Website veröffentlichen. Umfragen kannst du ebenfalls dort, aber zusätzlich auch im Newsletter oder auf sozialen Medien anbieten. Denke daran, die Ergebnisse mit allen Follower zu teilen. Manche Studien werden auch von größeren Zeitschriften aufgenommen, was dir wiederum mehr Sichtbarkeit verschafft.

 

Bedenke allerdings, dass vor allem Studien sehr aufwendig sind. Für kleinere Start-ups ist eine Umfrage meist besser geeignet. Überlege auch, ob eventuell Fallstudien von zufriedenen KundInnen einen Mehrwert für deinen Online-Auftritt bieten können.

 

#6 Listicle

Dieser Artikel, den du gerade liest, gehört zu einem bestimmten Content-Format, dem Listicle. Dabei handelt es sich um Listen, die für das Internet gemacht sind. Denn sie sind übersichtlich, bestehen aus praktischen und hilfreichen Hinweisen, und lassen sich sehr gut auf sozialen Medien teilen. Der Aufwand für ihre Erstellung ist eher gering, aber der Mehrwert für KundInnen ist groß.

 

Achte darauf, dass dein Listicle nicht nur eine reißerische Überschrift hat, sondern auch wirklich abliefert. In manchen Kontexten haben Listen-Artikel einen schlechten Ruf. Wenn du sie jedoch gezielt für deine KundInnen erstellst, gelingen sie dir.

 

#7 E-Book

Mit einem E-Book bietest du eine Art Handbuch in Form eines PDFs. Immer mehr Unternehmen erstellen E-Books und bieten diese kostenlos an. Dabei ist es üblich, im Gegenzug die E-Mail-Adresse der KundInnen zu erhalten, also etwa „Melde dich hier zum Newsletter an und erhalte ein kostenloses E-Book zum Thema XYZ“.

 

Ein gutes E-Book ist schön designt, eher kurz gehalten und voller wertvoller Informationen. Es sollte Lust auf mehr machen, aber nicht nur dem Marketing dienen. Dieses Content-Format ist in der Erstellung recht aufwendig und oft auch teuer. Jedoch kann es sich sehr lohnen, da du so das Vertrauen zu deiner Kundschaft aufbaust und dich als Thought Leader etablierst.

 

#8 Webinar

Dein Unternehmen oder Start-up ist im Bereich der Bildung unterwegs oder bietet ein Produkt an, zu dem es viele Fragen gibt? Dann ist ein Webinar eventuell ein passendes Content-Format. Dabei handelt es sich um eine Art Unterrichtsstunde, die gern interaktiv gestaltet werden kann. Im Dialog mit KundInnen, mit KollegInnen oder mit ExpertInnen präsentierst du hier ein Thema und garantierst, dass Zuhörende mit neuem Wissen aus dem Webinar gehen.

 

Dabei darfst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Ob Anleitung, Einblicke in die Branche oder ein historischer Überblick, Webinare bieten sehr viele Möglichkeiten. Sie sind zeit- und vorbereitungsintensiv. Daher ist es wichtig, sicherzugehen, dass viele Zuhörende kommen, damit sich der Aufwand auch lohnt.

 

#9 Meme

 Memes sind ein lustiges und günstiges Content-Format, das optimal für soziale Medien, aber auch für Newsletter geeignet ist. Wenn in deinem Start-up ein lockerer, lustiger Umgangston üblich ist, handelt es sich um eine hervorragende Wahl. Das Ziel des Memes besteht darin, deine KundInnen zum Lachen oder zum Nachdenken zu bringen.

 

Zudem haben Memes ein virales Potenzial. Insbesondere solche Bilder, die zeigen, dass du über dich selbst lachen kannst oder selbstironisch bist, haben oft großen Erfolg. Das Gleiche gilt für GIFs, die sich – anders als Memes – bewegen und auf Plattformen wie WhatsApp gern geteilt werden. Sowohl Memes als auch GIFs kannst du online mithilfe kostenloser Tools ganz leicht selbst erstellen.

 

final-Kant-down

Ein Meme ist ein lustiges Foto, das bestimmte Personen, Unternehmen oder Situationen auf die Schippe nimmt. Quelle: https://www.giga.de/galerie/27-memes-die-du-nur-verstehst-wenn-du-so-richtig-deutsch-bist/#page-9

 

#10 Blogartikel

Blogartikel sind ein immer beliebtes Content-Format. Sie erfordern relativ wenig Aufwand, lassen sich sehr gut auf sozialen Medien bewerben und in kleinere Häppchen aufteilen, und bieten deinen KundInnen einen hohen Mehrwert. Zudem helfen sie bei der Suchmaschinenoptimierung deiner Marke sowie bei der internen Verlinkung.

 

Die meisten Blogartikel enden mit einem Call-to-Action (CTA). Dies muss jedoch nicht immer der Fall sein. Überlege dir auch hier genau, was dein Ziel ist und was du der Zielgruppe für einen Mehrwert anbieten möchtest. Für manche Unternehmen sind Vlogs eine spannende Ergänzung zum Blog, während andere mit der klassischen Schriftform am besten beraten sind. Denke daran, den Blog abwechselnd zu gestalten. Dies geht etwa durch Interviews, Gastartikel und „Behind-the-Scenes“-Beiträge.

 

Fazit: Das passende Content-Format identifizieren

Die Wahl des richtigen Content-Formats ist eine hohe Kunst im Online-Marketing. Schon, wenn du deine Markenstrategie entwirfst, solltest du überlegen, welche Art von Content du anbieten möchtest, welchen Mehrwert für KundInnen dieser bietet und wo du ihn am besten verteilst. Denke dabei immer an „Content with a Purpose“, also einen zweckorientierten Content, der für KundInnen relevant ist. Im Squared Online Kurs findest du viele weitere Hilfreiche Tipps für Unternehmen rund um die Marketingstrategie.