Imke de Kuijper 28.10.21

Black Friday 2021: Top Ideen für eine erfolgreiche Marketing-Strategie

Am 26. November 2021 ist es wieder so weit: Der Black Friday, das Verkaufsereignis des Jahres, steht an. Für Unternehmen und Marken, aber auch für Start-Ups und Marketing-Expert*innen aller Art bedeutet dieses umsatztreibende Event so einiges an Vorbereitung. Dabei ist nichts mehr so wie früher, denn die Corona-Krise beeinflusst die Wirtschaft nach wie vor stark und die meisten Verkäufe finden online statt.

 

In diesem Beitrag stellen wir dir als Online-Marketer*in wichtige Tipps und Tricks für einen gelungenen Black Friday Sale vor. Wir gehen außerdem auf die Herkunft des Black Fridays und rechtliche Hintergründe ein. Auch an Inspiration soll es in diesem Artikel nicht fehlen. Daher listen wir die Basics für Black-Friday-Kampagnen auf und analysieren, welche Marken erfolgreiche Kampagnen durchgeführt haben. So erhältst du einen Überblick über starke Marketingstrategien und weißt, worauf es Ende November ankommt.


Was ist eigentlich der Black Friday?

Rein rechnerisch liegt der Black Friday immer auf dem vierten Freitag im November, dieses Jahr also auf dem 26.November. An keinem anderen Tag werden so viele Schnäppchen angeboten, wie an diesem Tag. Er läutet die Weihnachtssaison ein und viele Kund*innen tätigen schon Ende November zahlreiche Einkäufe für das Weihnachtsfest.

Ursprünglich stammt der Begriff „schwarzer Freitag“ aus den USA. Hier strömen seit Jahrzehnten jedes Jahr unzählige Kund*innen in die Läden, um ab Thanksgiving (vierter Donnerstag im November) mit den Weihnachtseinkäufen zu beginnen. Historischerweise schreiben US-amerikanische Einzelhändler ab diesem Zeitpunkt bis zum Jahresende schwarze Zahlen. 

 

Heute läutet der Schnäppchentag nach wie vor die Feiertagseinkäufe ein. Seit der Corona-Krise ist der Andrang in Läden und Einkaufszentren allerdings deutlich geringer geworden. Der Black Friday ist damit nicht mehr das, was er mal war. Stattdessen hat das Online-Shopping noch mehr an Bedeutung gewonnen. Fast jede Marke bietet rund um den 26. November Deals auf ihrer Website und in sozialen Medien an.

Eine neue Herausforderung durch die Pandemie sind eventuelle Lieferengpässe. Viele Kund*innen befürchten, dass ihre Einkäufe nicht rechtzeitig bis Weihnachten geliefert werden können und shoppen daher tendenziell schon früher. Dies solltest du in deinen Marketing-Kampagnen beachten und unter anderem überlegen, schon vor dem Black Friday entsprechende Rabatte anzubieten.

 

Übrigens: Wenn du im Technologie-Sektor tätig bist, solltest du auch den Cyber Monday am 29. November und die anschließende Cyber Week beachten. Beide Anlässe sind weitere Shopping-Gelegenheiten mit herausragenden Deals.

 

black-friday-sale-squared-onlineDer Black Friday ist für viele Unternehmen ein umsatztreibendes Event, das viele Chancen für die Kundenbindung bietet. Quelle: https://pixabay.com/de/vectors/schwarz-freitag-schwarzer-freitag-2951013/

 

Das richtige Wording: Darf man „Black Friday“ sagen?

Im Jahr 2013 gab es einen großen Skandal rund um den Black Friday, denn eine Firma aus Hongkong ließ sich den Begriff markenrechtlich schützen. Dann begann sie damit, andere Unternehmen, die den Begriff Black Friday für ihre Rabattaktionen nutzten, abzumahnen. Dies führte zu viel rechtlichem Ärger.

 

Mit Urteil vom 15. April 2021 konnte das Portal Blackfriday.de jedoch in Berlin erreichen, dass die Marke aus dem Register in Deutschland gelöscht wird. Auch das Bundespatentgericht ist involviert und beschloss schon im Februar 2020, dass Black Friday als Marke gelöscht werden muss.

 

Das bedeutet, dass Online-Marketer*innen den Begriff Black Friday ohne Probleme nutzen dürfen, um Rabattaktionen zu beschreiben. Nur als Marke darf dieser Begriff nicht genutzt werden. Dies gilt auch für die Plattform Blackfriday.de, die keine eigene Marke sein darf, sondern als Portal dient und den Begriff zur Beschreibung einsetzt.

 

Die Basics richtig aufsetzen

Fest steht also, dass deutsche Unternehmen am Black Friday teilnehmen dürfen und sollten, denn dieser umsatzstarke Tag ist eine der besten Möglichkeiten, um Kund*innen auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen, neue Zielgruppen zu erreichen und einen hohen Umsatz zu generieren.

 

Ein Blick auf die Customer Journey, die schon Wochen vor dem Black Friday beginnt, hilft dabei, die Marketing-Strategie rund um den Rabatttag zu organisieren:

  • Eine frühzeitige Erinnerung an den Black Friday sowie den eventuell folgenden Cyber Monday ist wichtig.
  • Biete deiner Kundschaft im Newsletter und auf sozialen Medien detaillierte Informationen.
  • Kündige an, welche Produkte einen Rabatt erhalten werden und wie viel Prozent Ersparnis möglich sind.
  • Erinnere die Kund*innen an deine Angebote, um im Black-Friday-Trubel nicht unterzugehen.
  • Schalte rechtzeitig Anzeigen und überlege auch, wie du spontane Käufe am 26. November inspirieren kannst.

 

Aber Achtung: Viel hilft nicht immer viel. Bei der Werbestrategie ist es sehr wichtig, eine gute Balance zwischen wichtigen Informationen und netten Erinnerungen zu finden, ohne die Kund*innen zu „bombardieren“.

 

Black-Friday-Sale-Squared-Online-BlogAchte darauf, es bei der Werbung für den Black Friday nicht zu übertreiben, denn fast alle anderen Unternehmen werben auch dafür. Wichtiger ist es, sich von der Masse abzuheben. Quelle: https://www.pxfuel.com/en/free-photo-oobya

 

Neben der Werbestrategie solltest du dich gut mit deinem Team absprechen und frühere Black-Friday-Daten analysieren. So gelingt es, eine passende Preisstrategie zu entwickeln, die Website vorzubereiten und rechtzeitig auf sozialen Medien präsent zu sein.

 

Die folgende Checkliste zeigt, was am Black Friday gerade in Corona-Zeiten unbedingt funktionieren muss – darum kannst du dich schon jetzt kümmern!

  •  Zuverlässiger, günstiger (oder kostenloser) Versand
  • Klares Inventar, dass im Sale beworben wird
  • Eindeutige Preise mit überzeugenden Rabatten
  • Werbung auf dem Header der Website
  • Überprüfung des responsiven Designs, um Shopping per Handy zu vereinfachen

 

Beispiele für gute Kampagnen

Ein Blick auf die Black-Friday-Kampagnen großer Unternehmen aus den letzten Jahren zeigt schnell, worauf es 2021 ankommt. Von diesen Pionieren kannst du einiges lernen. Und los geht’s mit unseren Top Marketing Inspirationen zum Black Friday Sale:

 

Apple

Apple ist immer ein gutes Beispiel für gelungenes Marketing und enttäuscht auch beim Black Friday nicht. Hier gibt es unter anderem die Cliffhanger-Mails: Schon Wochen vor dem Black Friday erhalten Kund*innen und Interessierte E-Mails, die Einblicke in die Deals geben.

 

Erst in den Tagen vor Black Friday erklärt Apple genau, was das Angebot beinhaltet und wie viel Prozent Rabatt es gibt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kund*innen aufgrund des Cliffhangers schon sehr involviert und interessiert. Denke beim Design von Cliffhangern daran, wie es vielleicht auch deine Lieblingsserie macht, und strukturiere die E-Mail-Kampagne so, dass das Beste immer am Schluss kommt, ohne eine vollständige Auflösung zu geben.

 

Patagonia

Der Outdoor-Spezialist Patagonia hat schon im Jahr 2016 unglaubliche 100% der Verkäufe vom Black Friday direkt an Nichtregierungsorganisationen, die sich für den Schutz von Luft, Wasser und Erde einsetzen, gespendet. Dieser „Fundraiser for the Earth“ war extrem beliebt und führte dazu, dass Patagonia fünfmal so viel verkaufte wie erwartet.

 

Dies zeigt, dass Umweltschutz bei Kund*innen am Black Friday hervorragend ankommt. Denn immer mehr Menschen setzen sich damit auseinander, was Konsum eigentlich für unseren Planeten bedeutet. Indem du zumindest einen Teil der Black-Friday-Einkünfte für einen guten Zweck spendest, bietest du deiner Zielgruppe die Möglichkeit, zu shoppen und zugleich Gutes zu tun.

 

IKEA

Auch bei IKEA spielen Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Mit der #buybackfriday-Kampagne forderte das Unternehmen letztes Jahr dazu auf, in den Tagen vor und nach dem Black Friday unerwünschte Möbel zu verkaufen – und zwar sowohl privat als auch an IKEA.

 

Der Knackpunkt an der Kampagne besteht darin, dass sie bis heute weiterläuft. IKEA hat sich somit viel Vertrauen bei seinen Kund*innen verdient. In vielen Einrichtungshäusern gibt es inzwischen im Rahmen von #buyback die Möglichkeit, alte Möbel zu verkaufen oder abzugeben. Überlege dir daher, ob und welche Versprechen du zum Black Friday machst und wie sich diese langfristig umsetzen lassen.

 

Tipps und Tricks für deine Black Friday Strategie

Apple, Patagonia und IKEA zeigen, worauf es beim Marketing für den Black Friday ankommt:

  •       Auf Kundenbedürfnisse wie etwa Nachhaltigkeit und Umweltschutz eingehen
  •       Nicht nur auf puren Konsum setzen, sondern auch etwas zurückgeben
  •       Keine Angst vor disruptivem, ungewöhnlichem Marketing haben
  •       Mit Cliffhangern und Humor arbeiten

 

Zudem ist es wichtig, sich für einen guten Werbekanal zu entscheiden. Viele Unternehmen arbeiten am Black Friday mit E-Mail-Kampagnen oder mit Werbeanzeigen (hier siehst du gute Beispiele). Aber auch Facebook- oder Instagram-Lives können den gewünschten Hype erzeugen und deiner Kundschaft einen guten Vorgeschmack geben. Für derlei Aktionen muss man nicht unbedingt auf die Hilfe externer Dienstleister, wie Freelancer oder Agenturen angewiesen sein, und kann dies auch mit zahlreichen Template-Vorlagen selber lösen oder anpassen.

 

Und wie wäre es, wenn du etwas ganz Anderes anbietest? Denn Black Friday muss nicht nur aus klassischen Rabatten bestehen. Alternativ könntest du zum Beispiel mit einem gratis Gespräch werben oder deinen Kund*innen einen besonderen Mehrwert bieten. Die Buchkette Barnes & Nobles zum Beispiel hat zum Black Friday eine halbe Million Bücher mit einem Autogramm berühmter Autor*innen verkauft – zum gewohnten Preis, aber mit einem großen emotionalen Mehrwert. Oder du startest statt der gewohnten, und gelernten, Rabattierung zu Black Friday lieber eine Aktion zum #givingtuesday. Der Giving Tuesday zelebriert soziales Engagement und soll Menschen auf der ganzen Welt dafür begeistern. Er findet traditionell am Dienstag nach dem Cyber Monday statt und somit diesjährig am 30.November. Diese weltweite Bewegung für mehr Großzügigkeit hat sich in den letzten Jahren als Gegenpol zum Black Friday entwickelt. 

 

Vor allem in Corona-Zeiten ist es wichtig, sich von der Masse der Online-Angebote abzuheben. Hole deine Kund*innen und deine Zielgruppe daher früh ab und erkläre, was sie sich erwarten dürfen. Schon vor dem Black Friday kannst du Angebote schalten, Vorschauen geben, einen „Mini Black Friday“ durchführen oder einen Blick hinter die Kulissen zeigen.

 

Fazit: Intelligente Black-Friday-Werbung überzeugt

Damit dein Unternehmen am Black Friday Erfolg hat, ist ein strategisches digitales Marketing rund um die „Black Week“ essenziell. Schon jetzt ist es an der Zeit, dich mit Themen wie der Preisstrategie, den passenden Werbemethoden und der Customer Journey auseinanderzusetzen.

Dabei solltest du nicht davor zurückschrecken, ungewohnte und überraschende Angebote zu machen. Denke daran, diese genau an deiner Zielgruppe zu orientieren. Nachhaltigkeit und Mehrwert sind hier besonders wichtige Stichworte, die deiner Online-Marketing-Strategie auch in Corona-Zeiten zu Erfolg verhelfen können.

 

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