Wie mit Squared Online der digitale Wandel im Sport vorangetrieben wird

Geschrieben von Theresa Glöde - veröffentlicht am 07.09.2018 10:25:02

Er ist Sportökonomie-Student und nebenbei bei der Handball-Bundesliga GmbH tätig. Das allein reichte jedoch nicht aus, um seine Wissbegierde zu stillen. Aus diesem Grund entschied sich Squared Online Absolvent und Stipendiat Timo Menz dafür, sich Wissen und Kompetenzen in Digital Marketing und Leadership fernab der Universität anzueignen. Mit Erfolg.

Timo_Menz

Lesen Sie, warum Timo Menz die Digitalisierung in der Sportbranche vor allem als Chance begreift und wie das Weiterbildungsprogramm dabei unterstützen kann, sich den zunehmenden Herausforderungen zu stellen.

Timo, dein Squared Online Abschluss liegt erst wenige Wochen zurück. Welche waren deine persönlichen Gründe für eine Weiterbildung in Digital Marketing?

Ausschlaggebend für die Teilnahme an Squared Online war, dass ich sowohl nach meinem sportwissenschaftlichen Bachelor-Studium an der Deutschen Sporthochschule in Köln das Gefühl hatte, als auch während meines aktuellen Master-Studiums der Sportökonomie immer noch habe, dass mir ausreichend berufliche Orientierung fehlt. Meinen Wissenshunger konnte ich zwar vorerst durch meine Zeit bei der Handball-Bundesliga GmbH und im Praktikum bei Sky stillen – es blieb aber der Wunsch, mich fernab der Universität tiefergehend mit den wirtschaftlichen Aspekten, u. a. im Sport auseinanderzusetzen und mir Wissen sowie Kompetenzen im digitalen Bereich anzueignen. Weil mir meine Studienzeit nicht ausreichend das für meinen beruflichen Werdegang mitgibt, was meiner Meinung nach heutzutage in der Arbeitswelt gefordert wird, entschied ich mich für die Bewerbung als Stipendiat bei Squared Online. Außerdem beschreibe ich mich selbst als sehr interessierten und neugierigen Menschen – ein Problem im Studium ist ja häufig, dass Studenten den Weg des geringsten Widerstands nehmen. Das selbstinitiative Aneignen neuer Kompetenzen ist eher selten. Glücklicherweise hat es dann ja sogar mit dem Squared Online Stipendium geklappt.


 

"Weil mir meine Studienzeit nicht ausreichend das für meinen beruflichen Werdegang mitgibt, was meiner Meinung nach heutzutage in der Arbeitswelt gefordert wird, entschied ich mich für die Bewerbung als Stipendiat bei Squared Online."

Timo Menz


Was hat dir an Squared Online besonders gut gefallen?

Mir gefiel vor allem das Thema "Digitale Geschäftsmodelle", da ich mir selbst vorstellen kann, in Zukunft zu gründen. Großartig fand ich außerdem, dass der Online-Kurs eine digitale und disruptive Denkweise fördert und enorm dabei unterstützt, die eigene Komfortzone zu verlassen. Des Weiteren haben mir die Gruppenprojekte und das Thema "Web Analytics" sehr gut gefallen. Ganz besonders begeistert hat mich jedoch der Fokus auf Leadership in allen Modulen, aus dem ich sehr viel für mich persönlich herausziehen konnte und immer noch kann. Beispielsweise bei der Frage, wie ich selbst als Führungskraft in Zukunft agieren möchte, was ich mir bei anderen abgucken sollte und was nicht.

Die meisten Squared Online Teilnehmer bringen mehr Berufserfahrung mit, als du. Inwieweit war das virtuelle Lernprogramm für dich eine Herausforderung?

Zum Kursstart hatte ich tatsächlich das mulmige Gefühl: "Oh Gott, ich bin hier tatsächlich der Jüngste". Weil mich all die digitalen Themen bereits seit längerer Zeit faszinieren und ich mich viel damit z. B. durch Artikel und Podcasts auseinandersetze, war mein Karrierelevel während des Programms irrelevant. Vielmehr fand ich, dass der Lern-Output in den Gruppenarbeiten viel besser ausfiel, je heterogener die Teams zusammengestellt waren. Als großen Vorteil im Vergleich zu Squares mit mehr Berufserfahrung empfand ich darüber hinaus, dass ich das virtuelle Arbeiten und die Kommunikation über digitale Plattformen als normal empfand. Ich bin damit ja sozusagen als Digital Native aufgewachsen. Gerne möchte ich zudem das sehr hilfsbereite und kompetente Support-Team sowie die Dozenten bei Squared Online hervorheben. Mir haben vor allem die Speaker Philipp Riehm und Nico Wohlgemuth gefallen, die auf sehr sympathische Art und Weise und mit sehr viel Fachwissen virtuell unterrichtet haben. Ich würde mich beispielsweise wirklich darüber freuen, den universitären Kursen von Philipp einmal beizuwohnen.

Was konntest du beruflich und persönlich aus dem Programm für dich mitnehmen?

Das Beste, was ich aus Squared Online für mich mitnehmen konnte, war das Geben und Erhalten von konstruktivem Feedback. Weil ich es sowohl für junge Menschen in der Entwicklung und Selbstreflektion, als auch bei der Weiterentwicklung erfahrenerer Generationen als wirklich wichtig empfinde. In diesem Zusammenhang konnte das Programm auch dazu beitragen, meine eigene emotionale Intelligenz zu verbessern. Ein weiterer wichtiger Punkt, der im Studium viel zu kurz kommt. Ohne es diskreditierend zu meinen, glaube ich, dass sich viele Studierende in und nach ihrem Studium nicht darüber im Klaren sind, dass über fachliche Studieninhalte noch ganz andere Fähigkeiten am Arbeitsmarkt gefragt sind. Ein weiteres Thema, das ich für mich beruflich als auch persönlich mitnehmen werde, ist das Leadership Manifest, von dem ich mit Sicherheit zukünftig noch häufig zehren werde. Und abschließend der Leitsatz "Will before skill" – denn ich bin davon überzeugt, dass sich im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung der Großteil (fast) jeden Skill aneignen kann, wenn ausreichend Wille und intrinsische Motivation dahinter stecken. Eine Denkweise, die mich definitiv antreibt.

Die Digitalisierung verändert zunehmend auch die Sportbranche. Worin liegen deiner Meinung nach die Potentiale?

Der Sport ist ein sehr breiter Markt, mit sehr vielen Bereichen und Stakeholdern in der Sportartikelindustrie, dem Breiten- und Profisport, Medienunternehmen, Sponsoren oder kommerziellen Anbietern. Fakt ist: Die Digitalisierung ist in der Sportbranche überall spürbar. Ganz allgemein gesprochen bin ich davon überzeugt, dass wir im Sport zunehmend von ihr und den damit verknüpften Vorteilen profitieren werden. Die Digitalisierung verändert den Sport, wie alle anderen Branchen, disruptiv in etlichen Bereichen und wird beispielsweise die Fan- und Customer-Experience deutlich verbessern. Smarte Plattformen mit zentralen, digitalen Ticket- und Fanshops, redaktionellen Inhalten und Statistiken sind im Kommen. Doch das erfordert auch interdisziplinäre Experten in Sport und Digital. Nehmen wir außerdem das Beispiel "Videobeweis": Ein digitales Tool, das möglichst objektiv versucht, Gerechtigkeit in die Fußballstadien zu bringen. Ganz gleich, ob es jetzt für den einen Fan gut und für den anderen schlecht ist. Es bringt objektiv Gerechtigkeit in ein Millionengeschäft. Jetzt muss das oberste Ziel sein, diese Innovation in eine positive Fan-Experience zu transferieren.

Und worin liegen die Risiken?

Mein persönlicher Tipp: Vielleicht sollten wir aufhören, ständig über die Risiken der Digitalisierung zu sprechen und uns vielmehr den Chancen der Digitalisierung gegenüber öffnen, sie als solche zu begreifen und vor allem zu nutzen. Kritisch sehe ich jedoch die Entwicklung, dass wir als Menschen vergessen, Momente, Erlebnisse oder z. B. die Natur zu genießen, ohne dabei als allererste Intention das Smartphone zu zücken.

Welche Trends treiben die Digitalisierung im Sport aktuell an?

Sehr viel Entwicklungspotential sehe ich bei den folgenden Trends: Voice, AI und Chatsbots sowie AR. Zudem sind in der Branche mittlerweile schon Bezahlsysteme via Blockchain am Markt. Mal sehen, wo das hinführt. Ich glaube vor allem in der Statistik- und Datenverarbeitung, der digitalen Fan-Experience und bei Geschäftsmodellen abseits des sportlichen Erfolgs, können wir von den Amerikanern noch sehr viel lernen. Stichwort: NBA, NHL, NFL. Außerdem nehme ich Podcasts im Sportbereich als aktuell großen Trend war – viele mit hohem fachlichen Niveau. Den Podcast Sports Maniac kann ich euch ganz besonders empfehlen.

Eine letzte Frage: Wem empfiehlst du Squared Online weiter?

Ich empfehle das Digital Marketing und Leadership Programm jedem, der ein grundsätzliches Interesse an Marketing und Weiterbildung hat. Vor allem sehe ich aber, dass meine Zielgruppe, die Hochschulabsolventen, davon profitieren können: Weil ich glaube, dass wir während des Studiums zwar viele Grundlagen mitbekommen und auch eine tolle Weiterentwicklung erfahren – jedoch nicht vollumfänglich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. 


Wenn auch Sie Ihren Wissenshunger in Digital Marketing und Leadership stillen möchten, um die Digitalisierung aktiv voranzutreiben, erhalten Sie hier weitere Informationen:

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Themen: Squared Insights, Interview, Digitale Talente

Theresa Glöde

Geschrieben von Theresa Glöde

Theresa Glöde ist Marketing Managerin Content & Social Media bei AVADO Learning GmbH, Experte für virtuelles Lernen rund um die Digitale Transformation. Auf dem Squared Online Blog schreibt sie unter anderem über digitale Marketing Trends, Digital Leadership und New Work.